Outdoor: Getränke, aber worin?

Macht ihr Euch auch Gedanken über nachhaltige Outdoor (oder überhaupt) Getränkebehälter? Mein Favorit war über die letzten Jahre ein Bambusbecher, nachwachsender Rohstoff, etc. Aber nun musste ich lernen, dass der auf der einen Seite gar nicht so nachhaltig ist und auf der anderen etliche Giftstoffe aus dem Kleber (von dem ich gar nicht wusste, dass er da ist) in das Heissgetränk über gehen. Bei Kaffee ist wohl nicht ganz so schlimm wie bei Tee, liegt an der unterschiedlichen Temperatur.

Trotzdem stand nun die Entscheidung an, durch was der Bambusbecher ersetzt werden soll? Nun nutze ich schon seit ein paar Jahren für Trinkwasser (aus der Leitung, Kranenberger, was sonst) Flaschen in unterschiedlicher Grösse aus Edelstahl, genauer gesagt Kleen Kanteen Bottles. Also habe ich mal geschaut, ob es da nicht auch Kaffeebecher gibt.

Natürlich gibt es auch Kaffeebecher in Edelstahl, etwas schwerer als die Bambusausführung, dafür bis heute ohne nachgewiesene Schadstoffbelastung. Ich habe mich für einen Becher von Kleen Kanteen entschieden, ganz einfach, weil ich ich mit der Marke bereits gute Erfahrung gemacht habe. Nicht ganz billig, aber ich habe die Hoffnung, dass dies für längere Zeit der letzte angeschaffte Becher sein wird, und dafür zahle ich gerne einen höheren Preis. (Etwas aus dem Zusammenhang aber trotzdem treffend: Ein Freund sagte einmal “Ich habe nicht genug Geld, billiges Werkzeug zu kaufen”.)

Also: kauft euch nicht unbedingt die Marke, die ich habe, aber kauft euch etwas Nachhaltiges, das ihr lange nicht ersetzen müsst. Damit schont ihr Euren Geldbeutel und natürlich die Umwelt.

Klettersteig: Via Ferrata Ernesto Che Guevara

Der Klettersteig schlechthin: die Via Ferrata Ernesto Che Guevara. Einer der schönsten Klettersteige am Gardasee, dabei geht die Schwierigkeit nicht über C (2 Stellen) hinaus. Allerdings ist auf diesem Klettersteig, der den ganzen Tag in der Sonne liegt, ein Höhenunterschied von über 1500m zu bewältigen, gute Kondition und genügend Wasser sind hier die absolute Voraussetzung.

Lange Drahtseilpassagen wechseln sich mit kurzen Gehstücken ab, langweilig wird der Steig eigentlich nie. Der Einstieg befindet sich in Pietramurata direkt neben dem Kieswerk und ist ausgeschildert, man geht nicht über das Firmengelände sondern folgt dem beschilderten Weg.

Da die Wand Monte Casale während der kompletten Tour in der Sonne liegt, ist unbedingt ausreichend Trinkwasser mit zu nehmen, ein Liter ist bei weitem nicht genug. Der Klettersteig ist mit B/C bewertet, die grösste Herausforderung liegt nicht in der Schwierigkeit sondern der geforderten Kondition. 1500 Höhenmeter Klettersteig muss man erst mal bewältigen können, daher ist dieser Steig definitiv nicht für Anfänger geeignet.

Die Wegführung in der langen, steilen Wand ist geschickt angepasst, von unten wundert man sich über die Tatsache, dass dieser Klettersteig technisch so niedrig bewertet ist. Die passende Kondition vorausgesetzt ist der Steig ein wirklich schönes Erlebnis und macht grossen Spass.

Auf dem Gipfel angekommen lädt an den Wochenenden von Mai bis Oktober das Refugio Don Zio zu einem kühlen Getränk ein, bevor es wieder an den Abstieg geht, den man über 3 doch sehr lange Wege bewältigen kann: Weg 411, sehr steil und eher nicht zu empfehlen, Weg 427 nicht ganz so steil, endet wieder in Pietramurata. Alternativ kann man auch die Zufahrtstrasse nach Comano Terme hinunter laufen, muss dann allerdings von dort mit dem Bus zurückfahren.

Man sollte für die gesamte Tour mindestens 8 Stunden einkalkulieren, da es recht heiss werden kann ist ein zeitiger Start anzuraten. Nicht vergessen, dass es im Frühjahr noch recht früh dunkel wird, der Abstieg sollte noch bei Tageslicht zu bewältigen sein, da es teilweise über Geröll geht und auch steilere Passagen zu bewältigen sind.