Klettern in Italien

Italien bietet eine Vielzahl interessanter Klettergebiete, die sowohl von der Felsstruktur als auch der Lage sehr vielfältig sind. Die wohl bekanntesten Gebiete sind Arco am Gardasee und Finale in Ligurien. Aber auch an den anderen oberitalienischen Seen findet man den einen oder anderen interessanten Felsen.

Arco gilt auch heute noch als das Mekka des Felskletterns, so sehen viele der direkt um den Ort liegenden Felsen leider auch aus. Das häufige Klettern am Fels hat seine Spuren hinterlassen, insbesondere in Form völlig abgekletterter Griffe. Allerdings muss man sagen, dass die Absicherung rund um Arco als vobildlich zu bezeichnen ist, attraktive Hakenabstände und sehr gut sanierte Routen laden auch den weniger geübten Kletterer ein. Da Gardasee nicht gleich Arco ist findet auch der etwas ambitioniertere Kletterer Gebiete, die etwas mehr Können verlangen und dafür etwas weniger Publikum und erstklassige Routen bieten. Als Beispiel können hier die Jurikarischen Täler angeführt werden, die nicht mehr direkt am See liegen aber per Auto schnell zu erreichen sind.
Einen Kletterführer für Arco gibt es bei Amazon ~~Best of Arco: Sportclimbing Guide. Barco, Sarcatal, Judikarien, Trient und Rovereto~~, eine Besonderheit bei diesem Führer liegt in der zugehörigen App für Smartphone und Tablet, für die sich per Freischaltcode aus dem gedruckten Buch die jeweils elektronische Variante herunterladen lässt.

Gelegentlich trifft man auch Klettergrössen in Arco (der Autor mit Adam Ondra links)

Finale liegt an der italienischen Riviera, zwischen Genua und Frankreich. Besonders im Frühjahr, wenn noch nicht so viele Kletterer in der Gegend unterwegs sind, ist Finale ein lohnendes Ziel. Im Mai ist es dort bereits angenehm warm, es fehlt noch die brennende Mittagshitze des Sommers. Nicht nur Kletterer sind hier in grösserer Zahl anzutreffen, auch für Mountainbiker scheint Finale ein sehr attraktives Ziel zu sein.
Einen Kletterführer zu Finale gibt es bei Amazon ~Finale 8.0 Rockclimbing Finale Ligure~~, hier kann wie bei dem Arco-Führer eine elektronische Version per Freischaltcode für Smartphone und Tablet bezogen werden.

Sehr interessant ist auch die Möglichkeit, an einer Stelle bei Capo Noli direkt über dem Meer zu klettern, allerdings sind dort die Schwierigkeitsgrade der Routen eher etwas höher. Gelegentlich ist dort auch eine lange Slackline zwischen zwei Felsen direkt über das Meer gespannt, da kann man mal zeigen was man so drauf hat.

Neben den eigentichen Klettergebieten rund um Finale gibt es das sogenannte Oltre Finale; Klettergebiete die sich ohne Auto eher nicht mehr erreichen lassen, die aber einen interessanten Gegenpol zu der Gegend um Finale darstellen. In der Regel ist dort auch weniger Betrieb ….
Einen Kletterführer zu Oltre Finale gibt es bei Amazon ~~Oltre Finale – Rockclimbing in West Liguria~~, auch hier kann eine elektronische Version per Freischaltcode für Smartphone und Tablet bezogen werden. Zum Thema Oltre Finale gibt es auf klettern.one einen eigenen Bericht, zu finden ist dieser hier.

Wer nicht ganz so weit reisen möchte, findet auch am Lago Maggiore den einen oder anderen interessanten Felsen. Hier ist jedoch sehr viel Plattenkletterei angesagt, das muss man auch erst mal mögen. Ein Nachteil ist, dass es m.W. keinen deutschsprachigen Kletterführer für die Gegend gibt, der Führer von Maurizio Pellizzon ist in italienisch, es gibt jeweils eine kurze Zusammenfassung des einzelnen Kapitels in deutsch.
Der Führer ist ebenfalls über Amazon erhältlich, ~~Ossola Rock Sportklettern und alpines Klettern in Ossola und im Valsesia: Spit e Trad dal Lago Maggiore al Sempione, Valli Antigorio e Formazza~~~

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